Über Frau Kapitän

Hallo bei Frau Kapitän,

schön, dass Dich Dein Kurs hierhergetrieben hat, denn hier bist Du richtig. Leg‘ an im Hafen für Powerfrauen, wirf Deinen Anker und erzähle uns Deine Geschichte. Denn Frau Kapitän steht für alle Frauen, die mehr wollen. Die volle Kraft voraus oder auch über Umwege ihr Ziel erreichen. Die sich nicht erschüttern lassen und die andere Frauen damit inspirieren. Gibt es Grenzen für uns? Nein! Gibt es Herausforderungen? Ja. Wir werden diese überwinden – zusammen. Denn „zusammen“ ist das Zauberwort und deswegen lieben wir auch Kampagnen wie #heforshe. Bei uns wird kein Mann Kiel geholt. Wir freuen uns auch über starke Männer, die hinter unseren Powerfrauen stehen. Herzlich Willkommen!

Wer steckt hinter Frau Kapitän?

Andrea Brinkmann | Marineoffizier | Diplom Pädagogin | Master of Arts (Marketing & Communication) und Gründerin des Blogs
Andrea Brinkmann Marineoffizier bei der Bundeswehr Gründerin von Frau Kapitän
Andrea Brinkmann

Vielleicht hast Du schon festgestellt, Frau Kapitän hat wohl irgend etwas mit der Bundeswehr zu tun. Richtig: Ich habe mich 2001 nach meinem Abitur dafür entschieden, als eine der ersten weiblichen Offiziere zur Marine zu gehen. Nach einem Urteil durch den Europäischen Gerichtshof hatte sich die Bundeswehr da gerade erst für Frauen in allen Bereichen geöffnet. Heute sind Frauen bei der Bundeswehr eine Normalität, wenn gleich ich mir wünschen würde, dass noch mehr in den obersten Führungspositionen wären. Aber dazu später im Blog mehr…

Weil ich immer wieder gefragt werde: Frau Kapitän oder Frau Kapitänin? Eigentlich ist beides falsch. Bei der Marine heißt es, ohne wenn und aber: Frau Kap’tän 😉 Da das Internet mit dieser Zeichensetzung jedoch nicht so locker umgeht, wie die Seeleute, bleiben wir bei Frau Kapitän. Damals noch Matrose, setzte ich auf dem Segelschulschiff Gorch Fock die Segel. Später durchkreuzte ich mit der Fregatte Mecklenburg-Vorpommern den indischen Ozean. Aber so richtig Seebeine sind mir nie gewachsen. Ich entschied mich in die Marineausbildung zu wechseln. Fortan versetzte ich junge Soldaten und Soldatinnen in die Führungsrolle. Ich trainierte mit ihnen einsatzvorbereitende Szenarien, durchkämmte Wälder und Lichtungen und bildete sie im militärischen Handwerk genauso aus, wie in ihren theoretischen Pflichten. Vor sieben Jahren wechselte ich dann in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. Hier übersetzte ich im Inland, aber auch in Afghanistan und im Kosovo militärische Leistungen in zivile Botschaften. Kommunizieren ist meine Leidenschaft, deswegen krönte ich  meine Ausbildung noch mit dem Social Media Manager und einem Master of Arts.

Ich bin also, wenn man es so will, gelernte Soldatin. Ich habe gelernt zu schießen, zu führen und mich in einer Welt der Männer zu behaupten. 2014 habe ich die Bundeswehr verlassen. Ich habe mich nicht gegen den Beruf Soldatin, sondern für einen neuen Lebensweg entschieden. Als Soldatin muss ich da sein, wo die Truppe ist. Das ist als Mutter zweier Kinder so intensiv nicht mehr zu leisten. Im Herzen werde ich aber immer Soldatin bleiben. Die vergangenen Jahre waren eine spannende Zeit, die mich sehr geprägt hat, deswegen bin ich auch heute noch Reservistin und konzipiere für die Bundeswehr neue Seminare. Dennoch, mein Schiff hat nun in Nürnberg festgemacht. Hier arbeite ich an der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit. Themen, die mich bewegen: Bundeswehr, Frauen in Führungspositionen, Sicherheitspolitik und vieles mehr. Ladet mich gerne auch für Eure Vorträge und Diskussionen ein. Ich freue mich darauf, Euch kennenzulernen.

XING

Silvia Seidl | Diplom Psychologin | Gastautorin
Silvia Seidl Gastautorin bei Frau Kapitän
Silvia Seidl

Hallo liebe Blog-Leser und -Leserinnen. Mein Name ist Silvia Seidl. Von mir werdet ihr künftig einmal im Monat einen Gastbeitrag lesen. Als gebürtige Oberfränkin wohne ich schon recht lange in der Nähe von Nürnberg. Ich bin sommers wie winters ziemlich bergverrückt, mag Sport, Bücher, Zeitungen, Theater, Musik, Menschen, Gerechtigkeit, Albernheit und den 1. FCN. Meistens bin ich gnadenlose Optimistin. Das kann für andere ganz schön anstrengend sein, aber hilft nix. Geht nicht gibt’s nicht. Na ja, gibt’s vielleicht schon – sehr selten.

Beruflich bin ich Diplom Psychologin und hier kommen wir dem Grund schon näher, warum Frau Kapitän auf der Suche nach einer Gastautorin ihr Fernrohr auf mich gerichtet hat. Vor Beginn meines Studiums an der Uni Erlangen waren neben Psychologie auch Theaterwissenschaften, Literaturwissenschaften, Journalismus oder Soziale Arbeit in der engeren Auswahl, aber schließlich hat der Impuls gesiegt, dass ich anderen und mir meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und mein natürliches Gespür dafür, was jemand braucht und was nicht, zu Nutze machen wollte. Bereut habe ich die Entscheidung für die Psychologie nie. Meine Schreibwut mussten zwischenzeitlich die Leser und Redakteure der „Pegnitz-Zeitung“ ausbaden. Ihr ahnt, ab jetzt gibt es neue Opfer…

Nach dem Studium habe ich meine berufliche Laufbahn mit einem Traineeprogramm im Berufspsychologischen Service der Bundesagentur für Arbeit begonnen. Die unglaubliche Vielfalt der Menschen fasziniert mich bei meiner Arbeit auch nach nunmehr neun Berufsjahren. Mittlerweile arbeite ich weniger beratend und mehr strategisch-konzeptuell, aber immer noch sehr nah an den Bedürfnissen der unterschiedlichsten Menschen. Zusätzlich absolviere ich gerade eine Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und Therapeutin, mit dem Ziel, freiberuflich einige Stunden pro Woche Beratungs- und Therapiearbeit außerhalb meines beruflichen Kontextes anzubieten.

„Dir ist kein menschlicher Abgrund fremd“, hat neulich ein Freund halb spöttelnd, halb anerkennend zu mir gesagt. „Und auch keine menschliche Erhebung“, habe ich spontan ergänzt. Wir schauen viel zu oft auf die Nachteile, die Verhaltensweisen haben, auf die Abgründe, die Schwächen, von anderen und von uns selbst. Viel zu selten richten wir den Blick auf die Topeigenschaften, die es freizulegen gilt, auf die Stärken, die man noch mehr stärken kann, auf den Nutzen vermeintlich negativer Verhaltensweisen. Mein psychologisches Fachwissen, meine Erfahrung mit den unterschiedlichsten Menschen und meinen ressourcenorientierten, zuversichtlichen Blick auf die (psychologischen) Dinge des Alltags möchte ich in meinen Gastbeiträgen künftig mit euch teilen. Über lebendige Diskussionen, Feedback und Anregungen, gern auch thematischer Art, freue ich mich. Der Frau Kapitän Blog ist mir nämlich mittlerweile ganz schön ans Herz gewachsen. Meine anfängliche Befürchtung, dass ein solcher Blog zu sehr – für meinen Geschmack – in die feministische Richtung gehen könnte, hat sich komplett zerstreut. Ich finde es toll, wie er uns Ideen und Hinweise aus ungewohnten Blickwinkeln heraus liefert (jedenfalls sind Bundeswehrblickwinkel für mich ziemlich ungewohnt) und wie uns die vorgestellten Statements, Karrieren und Biografien ermutigen, auf unsere ganz eigenen Bedürfnisse zu hören. Wir lesen uns. Ich freu mich drauf.

Warum fraukapitänblog?

Die Entscheidung von mir, Andrea, mit 19 Jahren zu Bundeswehr zu gehen, stieß bei einigen Freunden und auch in der Familie anfänglich auf große Skepsis. Schließlich waren die Streitkräfte bis dahin nahezu eine Männerbastion und keine Klassenkameradin, Tochter, Freundin im Umfeld hatte das je gemacht. Für mich stand als 16-Jährige schon immer fest, ich wollte später gerne „“irgendwas mit Menschen““ machen wollte. Ich wollte Verantwortung übernehmen und ganz dringend einmal raus aus Berlin. Ich wollte die Welt sehen. Lange Zeit dachte ich, ich werde Lehrerin und studiere vielleicht in Süddeutschland, vielleicht einmal ein Semester im Ausland. So wirklich einen richtigen Einblick in die Berufsmöglichkeiten hatte ich nicht. Aber dann hat mich der Zufall zur Bundeswehr geführt (irgendwann erzähle ich euch das einmal hier im Blog :-)). Dort habe ich ein Studium zur Diplom-Pädagogin absolviert und war in die Ausbildung junger Soldaten und Soldatinnen eingebunden. Das war für mich genau der richtige Bereich. Ich habe es sehr genossen, anderen etwas zu vermitteln. Das Leben im Feld und auf See, das Erfahren von Grenzen, das Arbeiten mit meinen Kameraden und Kameradinnen hat mich immer motiviert. Dies war vielleicht Glück, vielleicht war es aber auch Bestimmung. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Mit diesem Blog möchte ich jungen Frauen da draußen zeigen, dass es sich lohnt, auf sein Innerstes zu hören. Dass es sich lohnt für gewisse Dinge zu kämpfen und dass es manchmal die ungewöhnlichen Wege sind, die gegangen werden müssen, um seinen eigenen Pfad zu finden. Jeden Tag, vielleicht auch wöchentlich soll hier der offene Austausch von Ideen und Informationen gefördert werden. Geschichten, kurze Erzählungen und Augenblicke, die uns inspirieren und uns lehren zu uns selbst zu stehen, möchte ich Euch präsentieren.

Meine Motivation: Spannende Geschichten zu erkunden und zu kommunizieren! Meine Vision: Jungen Frauen auf IHREM Weg Inspiration und Hilfestellung zu geben.

Du möchtest mich näher kennenlernen, hast Fragen oder bist einfach nur neugierig?
Dann schick mir eine Nachricht! Ich freue mich über jede Einzelne!

Liebe Grüße Eure Andrea

PS: Das ist mein erster Blog. Ich werde wohl noch ein bisschen mit den technischen Finessen zu tun haben. Aber nur Mut, wir kriegen das schon hin :-) Geplant ist hier auch eine Community einzurichten. Solltet Ihr Tipps haben, dann schickt sie mir gerne.